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"Das Schweigen" von Ingmar Bergman

|   Öffentlich

Filmvorstellung mit anschließender Diskussion

Dienstag, 14. Juni 2022, 20:00 Uhr

im Filmhaus Saarbrücken, Mainzer Straße 8

Der Film "Das Schweigen" von Ingmar Bergman lockte 1964 in Deutschland über 10 Millionen Zuschauer
in die Kinos. Die damalige Filmkritik stellte eine religiöse Interpretation in den Mittelpunkt: Sie sah in
ihm einen Abschied vom Glauben an einen väterlichen Gott.

Aus psychoanalytischer Perspektive können wir heute ganz andere Interpretationsmöglichkeiten
erschließen, indem wir den Film z.B. aus der Perspektive des ca. 9-jährigen Jungen zu verstehen
versuchen, der mit der offen gelebten Sexualität seiner Mutter und dem verdrängten Begehren von
deren Schwester konfrontiert ist.

Er kann die Sprache der erwachsenen Sexualität nur mühsam entziffern, noch herrscht
„Sprachverwirrung zwischen dem Erwachsenen und dem Kind“, wie der Psychoanalytiker S. Ferenczi die
sexuelle Traumatisierung eines Kindes durch die Konfrontation mit der Sexualität eines Erwachsenen
benannt hat

Die Veranstaltung wird von  Herrn Dr. Alf Gerlach begleitet und kommentiert. Die Moderation wird von Frau
Dipl.-Psych. Christine Pop übernommen.

Die Akkreditierung wurde bei der Ärztekammer des Saarlandes beantragt.

Ein Film der Veranstaltungsreihe 'Psychoanalytiker stellen Filme vor'