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Filmprojekt: "Die rote Laterne" von Zhang Yimou

|   Filmprojekt

Einladung zu einer Veranstaltung des SIPP in Zusammenarbeit mit dem Filmhaus Saarbrücken - Sonntag, 3.10.2010, 16.00h

seit April 2005 stellen Psychoanalytiker des SIPP in Zusammenarbeit mit dem Filmhaus Saarbrücken in lockerer Folge Filme vor, die sie aus psychoanalytischer Perspektive  kommentieren und mit dem Publikum diskutieren.

Am Sonntag, 3. Oktober 2010, 16.00h, wird in dieser Reihe der Film „Die rote Laterne“ von Zhang Yimou gezeigt.

Der chinesische Starregisseur Zhang Yimou erlebte mit dem 1991 erstmals gezeigten Film „Die rote Laterne“ internationale Anerkennung. Die filmischen Mittel, die er hier einsetzte, fanden auch in seinen späteren Spielfilmen, z.B. „Hero“, und in seinen Inszenierungen zur Eröffnung der Beijnger Olympiade 2008 Verwendung. Im Film zeigt er das Schicksal einer jungen Studentin um 1920, die als vierte Frau eines reichen und mächtigen Chinesen in dessen Haushalt aufgenommen wird. Aus der Ohnmacht und Entwertung der Frauen heraus entwickeln sich Missgunst und  Neid, die in einer destruktiven, letztlich tödlichen Dynamik enden. In der psychoanalytischen Interpretation wird besonders deutlich, wie gesellschaftlich verfestigte Ohnmacht  Hass und Mordimpulse im Einzelnen anregen können.