SIPP-Veranstaltungen im Wintersemester 2014/15

Beginn der Lehrveranstaltungen: 13.10.2014

Vorlesungsfreie Zeit: 21.12.2014 bis 4.1.2015

Ende des Wintersemesters: 28.3.2015

Soweit nicht anders vermerkt, finden alle Veranstaltungen in den Institutsräumen, Bleichstraße 14,66111 Saarbrücken, statt.

Bitte beachten Sie, dass Anmeldungen für eine Lehrveranstaltung rechtzeitig und verbindlich sowohl direkt beim Seminarleiter (per E-Mail) als auch im Sekretariat (Kopie der E-Mail) erfolgen müssen, damit eine Übersicht, bessere Planung sowie eine leichtere Verteilung der Literatur erfolgen können.

Übersicht

Dozenten des Instituts: Erstinterviewseminar (B.1)

In diesem Seminar sollen fünf der insgesamt zwanzig vom Ausbildungsteilnehmer zu erbringenden Erstgespräche vorgestellt werden. Zu jedem Termin steht ein mit Zweitsichten beauftragter Dozent zur Verfügung. Voraussetzung für die Teilnahme ist in der Regel die begonnene Lehranalyse. Eigene Erstinterviews können erst nach Absolvierung der Einführungsveranstaltung in die Erstinterviewtechnik durchgeführt werden. Der Erstgespräch-Bericht soll jeweils spätestens eine Woche vor Besprechung im Seminar dem Dozenten und den Teilnehmern vorliegen.

Termin Dozent Vortragender
Oktober
16.10.14
23.10.14
30.10.14
November
06.11.14
13.11.14
20.11.14
27.11.14 Fissabre – 20.00h
Dezember
04.12.14 Fissabre - 20.00h
11.12.14 Fissabre – 20.00h
18.12.14
Januar
08.01.15 Scheid-Gerlach - 20.00 Uhr
15.01.15 DPG Arbeitsgruppe, 20.30 h
22.01.15 Scheid-Gerlach – 20.00 Uhr
29.01.15 Scheid-Gerlach - 20.00 Uhr
Februar
05.02.15
12.02.15 Leikert – 20.00 Uhr
19.02.15 Leikert – 20.00 Uhr
26.02.15 Leikert – 20.00 Uhr
März
05.03.14 Moldenhauer – 20.15 Uhr
12.03.15 Moldenhauer – 20.15 Uhr
19.03.15
26.03.15

Anstadt, T.: Traumwerkstatt (A1, B3, B4*)

Termine: alle sechs Wochen jeweils zwei Doppelstunden
Ort und Zeit: werden von der Gruppe gemeinsam festgelegt

Die Veranstaltung richtet sich an Kandidatinnen und Kandidaten, die bereits im Rahmen ihrer Ausbildung behandeln. Geplant ist eine feste Gruppe, die sich dauerhaft und regelmäßig trifft und sich mit der Handhabung von Träumen in laufenden Behandlungen beschäftigt. Grundkenntnisse in psychoanalytischer Traumtheorie werden vorausgesetzt.

Persönliche Voranmeldung beim Seminarleiter

 

Köhler, W.: Einführung in die Grundlagen psychiatrischer Störungsbilder, deren Differentialdiagnose und Psychopharmaka-Therapie unter besonderer Berücksichtigung psychotischer Störungen und schwer depressiver Zustände (A2.3, A8/1, A11)

Mittwoch, 20.15 – 21.45 Uhr        
Termine: 25.2., 4.3., 11.3., 18.3., 25.3.2015

Das Seminar vermittelt Grundkenntnisse im Gebiet der Psychiatrie und Psychopharmakologie sowie psychiatrischer Erkrankungen, soweit sie für die psychoanalytische Praxis relevant sind.

Herr Köhler, Facharzt für Neurologie u. Psychiatrie, Psychotherapeut, leitender Oberarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie u.-psychotherapie der SHG Kliniken Sonnenberg, Arbeitsschwerpunkt: Psychotherapie im Alter, vermittelt diese Kenntnisse als Gastdozent.

Literaturliste

Krause, R.: Vergleich der Behandlungstechniken bei traumatischen und psychoneurotischen Störungen – Grundlagen und Praxis (A2,A9,B3, B6, B4/5)

Freitag, 20 – 21.30 Uhr
Termine: 9.1., 16.1., 23.1., 30.1., 6.2., 13.2.2015

Die theoretische Herleitung der Gegenüberstellung von Psychoneurosen, deren Symptomatik auf die Wirkung unbewusster Konflikte zurückgeführt wird, und den Traumatischen Neurosen (PTBS), die das Trauma fortlaufend  bewusst reverberieren, ist gut begründet. Die praktische Schlussfolgerung daraus, dass die letztere Gruppe eine spezifische Traumatherapie benötige, stößt auf nicht unerhebliche Schwierigkeiten, die sich unter anderem daraus ableiten lassen , dass die Konzeptualisierung des Unbewussten sich vor allem an Vorgängen der Amnesien orientiert, andere Formen des „Unbewusst-Machen“, die man eher im Umfeld dissoziativer Prozesse verorten kann wie Depersonalisation und Derealisation, Multiple Persönlichkeitsstörungen, Trance – und Besessen-heitszustände etc. Alle Begriffe stammen aus dem Heidelberger Dissoziationsinventar, mit dem Susanne Blumenstock (2004) gearbeitet hat, und werden vor allem im Umfeld der Traumatherapien und der klassischen Behandlungstechnik nicht ausreichend konzeptualisiert, von einer theoriegeleiteten Umsetzung in die Behandlungstechnik ganz zu schweigen. Wir wollen uns diesem Problem von zwei Seiten nähern, nämlich der Grundlagenforschung zur Dissoziation einerseits und klinisch-praktischen Fallberichten, die dieses Problem reflektieren, andererseits. Aktive Mitarbeit einschließlich Vortragen von Texten ist  Voraussetzung für die Bescheinigung der Teilnahme. Hörer anderer Therapieschulen sind herzlich eingeladen.

Hintergrundliteratur

REFERATSTEXTE

Grundlagenliteratur

Klinische Literatur

Leikert, S.: Psychoanalytische Kreativitätskonzepte und analytischer Prozess - Teil II (A5, B3,B3*)

Mittwoch, 20.00 – 21.30 Uhr
Termine: 15.10. Vorbesprechung, 29.10., 5.11., 19.11., 26.11., 3.12.2014

In diesem Semester setzen wir die Arbeit zur Verbindung von therapeutischem Prozess und den Vorgängen der Kreation fort. Alle bedeutenden Psychoanalytiker haben auch Konzepte zum kreativen Prozess vorgelegt. Diese Konzepte erklären einerseits den kreativen Vorgang beim Künstler, weisen aber andererseits auch Parallelen zum therapeutischen Prozess auf. Dies zeigt, dass es auch in der psychoanalytischen Therapie um die Kreation geht. Zwar wird kein Kunstwerk hergestellt, aber das Erzeugen neuer psychischer Möglichkeiten und Räume ist das Anliegen der therapeutischen Veränderungsarbeit.

Das Ziel des Seminars ist ein Doppeltes: Zunächst sollen psychoanalytische Kreativitätskonzepte vorgestellt werden, dann sollen die entsprechenden Prozesse in der klinischen Arbeit wieder gefunden werden. Im letzten Semester wurde Konzepte von Freud, Kris und Lacan besprochen. In diesem Semester werden Arbeiten von Winnicott, Klein, Bion sowie eine eigene Arbeit diskutiert werden. Das Seminar ist für Teilnehmer vor und nach der Zwischenprüfung offen. Gern können neue Teilnehmer hinzu kommen. Die Referate werden auf kurzen Texten basieren, die am ersten Abend zur Verfügung gestellt werden.

Literatur

Moldenhauer, U.: Psychoanalytische Fallgeschichten(A1, A10, B1)

Mittwoch, 20.30 – 22.00 Uhr
Termin: 12.11., 10.12.2014, 14.1., 21.1., 28.1., 4.2.2015

Die großen psychoanalytischen Fallgeschichten sind selten geworden. Heute sehen wir "komplette" Fallgeschichten überwiegend in den Archiven der psychoanalytischen Institute, wo sie als Abschlussberichte ihre Ruhestätte gefunden haben. Welche Erwartungen kann man in unserer Zeit an diese Fallpräsentationen richten? Müssen sie „wissenschaftlichen Kriterien“ genügen – und wenn ja, welchen? Wie können Fallgeschichten aussehen, die „argumentationszugänglich“ (Körner) sind? Erfordern sie auch ein Umdenken in der Art der Supervisionen? In diesem Seminar wollen wir zunächst einen Blick auf die psychoanalytische Fallgeschichte unter historischer Perspektive werfen und uns dann daran machen, Kriterien für Fallgeschichten kennen zu lernen , die sie nicht nur lesbar, sondern auch diskutierbar machen.

Literatur

Weitere Literatur wird am ersten Abend vergeben.

Pop, Chr.: Psychoanalytische Filminterpretationen (A1)

Freitag, Blockseminar
Termin: 24.10.2014, 20 Uhr

Das Seminar ist die Fortsetzung des Seminars zur Psychoanalytischen Filminterpretation mit den Teilnehmern aus dem letzten Semester. Sollten sich weitere Teilnehmer dafür interessieren, ist es notwendig, sich mit der Dozentin vorher in Verbindung zu setzen, um zu klären, ob ein nachträglicher Einstieg sinnvoll und machbar ist.

Die weitere Planung erfolgt nach Absprache mit den Teilnehmern.

Sandweg, R.: Einführung in das psychoanalytische Erstinterview (A1, A5, B3, B3*)

Montag, 20.00 bis 21.30 Uhr
Termine: 2. und 9. März 2015

Das diagnostische Gespräch steht im Spannungsfeld zwischen Datenerfassung und Inszenierung. Die Besonderheit des psychoanalytischen Erstgesprächs besteht in der Erfassung von interaktionellen Auswirkungen des unbewussten Konflikts des Patienten auf das Gespräch. Gleichzeitig muss ein Bild der Lebensgeschichte des Patienten entstehen.

Literatur (Kenntnis wird vorausgesetzt)

Weitere Literatur über das psychoanalytische Erstgespräch z.B.:

Sandweg, R.: Behandlungsbeginn (unter Berücksichtigung des neuen Aufklärungsbogens) (A1, A5, B3, B3*)

Montag, 20.00 bis 21.30 Uhr
Termine: 16. und 23. März 2015

Mit Einführung des Patientenrechtegesetzes (PRG) im Februar 2013 haben wir die Verpflichtung einer umfangreichen Aufklärung (§630e BGB). Der Ausbildungsausschuss für Erwachsenen-Psychotherapie hat hierzu einen Aufklärungsbogen für Patienten entwickelt. Das Seminar soll sich mit den Einflüssen beschäftigen, die diese erweiterte Aufklärung auf das Verhältnis von Patient und Therapeut hat und Möglichkeiten des Umgangs anhand von Praxisbeispielen erkunden.

Zepf, J. , Fissabre, U.: Die adoleszente Entwicklungskrise (B4.1*, A1, A2, A2.1, B1, B2, B7)

Montag, 20.00 – 21.30 Uhr
Termine: 3.11., 10.11., 17.11., 24.11., 1.12., 8.12.2014, 5.1., 12.1., 19.1., 26.1., 2.2., 9.2.2015

Das Seminar B 4.1* der vertieften Ausbildung ergänzt das im Grundstudium erworbene theoretische Wissen über die Adoleszenz. Im Mittelpunkt stehen die klinischen Erscheinungsformen der adoleszenten Krise (ausgelöst durch den Erwerb eines sexuellen Körpers bei gleichzeitiger Reaktivierung des ödipalen Konflikts), die es notwendig machen, wesentliche Veränderungen an den Repräsentanzen des Selbst vorzunehmen.

Die Adoleszenz ist eine Zeit des Übergangs und des Abschieds. Durch den zunehmenden Verlust äußerlich strukturierender Gegebenheiten (Elternhaus, Schule, etc.) kommt in dieser Lebensphase die „innere Ausstattung“ auf den Prüfstand. Diese Konstellation bringt regelmäßig spezifische Triebdurchbrüche, Ängste, Abwehrmaßnahmen und Symptombildungen hervor, die nicht symptomatisch behandelt werden sollten. In 6 Sitzungen werden die Grundlagen für Diagnose und Differenzialdiagnose dieser Störungsbilder sowie für die Besonderheiten der Behandlungstechnik erarbeitet. 6 klinische Workshops, in denen Erstinterviews und Behandlungen der Seminarteilnehmer (Kandidaten beider Ausbildungen, Mitglieder und Gastmitglieder) vorgestellt und diskutiert werden, sollen Anfang 2015 die klinische Erfahrung mit dieser großen Patientengruppe vertiefen.

Literatur

Zepf, J.; Erstuntersuchungen in der Psychotherapie (B.1*, A5*, A2, A5, A6, B7)

Termin: nach Bedarf und Anmeldung

Die Erstinterview-Seminare dienen dem vertieften Verständnis für verbale und szenische Ereignisse in der Interview-Situation in der Ambulanz und dem Erwerb der Kompetenz in Darstellung und Konzeptualisierung des gewonnenen Materials unter szenischen, psychodynamischen und psycho-diagnostischen Gesichtspunkten. Das Erstinterview-Seminar in der Gruppe ist eine Alternative zur Einzel-Supervision.

Anmeldung und Verschickung des verschlüsselten Ambulanzberichts spätestens 14 Tage vor dem Seminartermin an die Ambulanzleitung und an die angemeldeten AKJP-Kandidaten.

Zepf, J.: Kasuistisch-technisches Seminar (B.3*, B7)

Termine: nach Bedarf und Anmeldung

B.1, A5, A6
Erstuntersuchungen in der
Psychotherapie
B.3
Kasuistisch-technisches Seminar
WaldungWaldung
WolffsWolffs
ZepfZepf

Zepf S. unter Mitarbeit von Dipl.-Psych. B. Ullrich & Dipl.-Psych. D. Seel: Freuds Konzept des Ödipuskomplexes ( A1, A2.1*)

Samstag, 10 – 11.30 Uhr und 13 – 14.30 Uhr
Vorbesprechung: Samstag, 22.11. 2014, 10 Uhr
Termine: 7.2.2015 und 21.2.2015

Die Teilnehmer werden sich in klinischer wie theoretischer Hinsicht mit Freuds Konzept des Ödipus-Komplexes auseinandersetzen. Ein Teil der Teilnehmer wird sich schwerpunktmäßig mit Freuds Auffassung beschäftigen, ein anderer Teil wird den Schwerpunkt auf die Kritik an dieser Auffassung legen. (Teilnehmer: nur Aus- und Weiterbildungskandidaten. Nur die Aus- und Weiterbildungskandidaten/innen des Instituts können teilnehmen, die sich per Email (s.zepf@rz.uni-sb.de) verbindlich bis zum 15. 11.2014 angemeldet haben. Ein Teil der Literatur wird ihnen zur Verfügung gestellt werden. 2 Doppelstunden werden als Selbststudium anerkannt.)

Literatur

"Mitglieder stellen vor"

Termine: nach Vereinbarung
Uhrzeit: nach Vereinbarung

Mitglieder des Instituts stellen vor interessierten Ausbildungskandidaten und Mitgliedern eine Kasuistik vor, um in kollegialer Atmosphäre Aspekte der Struktur der Behandlungstechnik gemeinsam zu erörtern. Interessierte melden sich bitte bei Frau Dipl.-Psych. Chr. Pop (c.pop@gmx.de), die die Organisation dieser Veranstaltung übernimmt.

Veranstaltungen für Teilnehmer nach dem Literaturkolloquium

Dozenten des Instituts: Kasuistisch-technisches Seminar (B.3)

Donnerstag, 20:00 – 21:30 h

Termin Dozent Vortragende(r)
Oktober
02.10.14
09.10.14 DPG Arbeitsgruppe, 19.00 Uhr
16.10.14 Zepf/Sandweg, 20 Uhr
23.10.14 Zepf/Sandweg, 20 Uhr
30.10.14 Zepf/Sandweg, 20 Uhr
November
06.11.14 Krause, 20 Uhr
13.11.14 Krause, 20 Uhr
20.11.14 Krause, 20 Uhr
27.11.14
Dezember
04.12.14 Moldenhauer – 20.15 Uhr
11.12.14 Moldenhauer – 20.15 Uhr
18.12.14
Januar
08.01.15
15.01.15 DPG Arbeitsgruppe, 20.30 Uhr
22.01.15 Gerlach, 20 Uhr
29.01.15 Gerlach, 20 Uhr
Februar
05.02.15 Gerlach, 20 Uhr
12.02.15 Rotmann, 20 Uhr
19.02.15 Rotmann, 20 Uhr
26.02.15 Rotmann, 20 Uhr
März
05.03.15
12.03.15
19.03.15
26.03.15

* Herr Moldenhauer und Herr Prof. Zepf bitten um frühzeitige Anmeldung (mind. 14 Tage vorher)

Vorherige Anmeldung im Sekretariat des SIPP erwünscht!

Seminare für Mitglieder

Gerlach, A. Krause, R., Zepf, S.: Wissenschaftliches Arbeiten zum Erwerb des Dozenten-Status

Zeit und Ort: nach Vereinbarung mit den Dozenten

In diesem Seminar können Ideen und deren Ausarbeitung zu wissenschaftlichen Arbeiten vorgestellt werden, die zu einem Vortrag vor den Mitgliedern des Instituts und zu einer Publikation führen.

Jour fixe der DPG-Arbeitsgruppe

In der Regel jeden ersten Donnerstag im ersten Monat des Quartals um 20:30 Uhr im SIPP.