Psychoanalytiker stellen Filme vor

Seit April 2005 richtet das Filmhaus Saarbrücken in Verbindung mit dem SIPP und dem Landesverband Saar der DGPT eine neue Reihe von Filmvorstellungen aus.

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDas Landesinstitut für Pädagogik und Medien hat die Veranstaltungsreihe in ihr Fortbildungsprogramm Herbst 2005/Sommer 2006 aufgenommen und wird sie zertifizieren.

Ansprechpartnerin "Psychoanalytiker stellen Filme vor"

Christine Pop, Dipl.-Psych.
  • Poststrasse 19
    66482 Zweibrücken

"Arizona Junior" von Joel Coen (1987)

Freitag, 10. November 2017, 18:30 Uhr

Kassenärztliche Vereinigung, Europaallee 7-9, 66113 Saarbrücken

Bitte beachten Sie: Dies ist eine geschlossene Veranstaltung, eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich per Telefon (0681 / 390 49 45) oder über E-Mail (psychoanalyse@sipp.de).

Die Filme der Coen-Brüder sind bevölkert von chronischen Verlierern. Wie werden diese Antihelden (Loser)gestaltet, wie werden ihre Grausamkeit und ihr Scheitern dargestellt?Mechthild Zeul geht den filmischen Inszenierungen dieser Charaktere nach und zeigt, wie über Erwartungsverletzungen und über die Verwendung von Musik, die die Botschaft der Bilder in Frage stellt, schwarzer Humor erzielt wird. Die psychologische Interpretation der Protagonisten und ProtagonistInnen erfolgt im Rahmen der Geschichte und der aktuellen Situation der Vereinigten Staaten und öffnet ein Fenster auf das Leben in den USA aus psychologischer, sozialer und politischer Sicht.

Frau Dipl.-Psych. Dr. phil. Mechthild Zeul ist praktizierende Psychoanalytikern der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung und der Madrider Psychoanalytischen Vereinigung. Ihre Forschungsschwerpunkte sind psychoanalytische Theorie und Film, psychoanalytische Krankengeschichten sowie die Kritik psychoanalytischer Weiblichkeitstheorien. Frau Dr. Zeul war über viele Jahre Mitherausgeberin der Zeitschrift "Psyche" und hat zahlreiche Veröffentlichungen (z. B. Carmen & Co, Weiblichkeit und Sexualität im Film, 1997, Das Höhlenhaus der Träume, Filme, Kino & Psychoanalyse, 2007, Pedro Almodóvar, Seine Filme, Sein Leben, 2010 und Joel und Ethan Coen, Meister der Überraschung und des vielschichtigen Humors, 2017).

Download der Einladung als PDF

Buchveröffentlichung psychoanalytischer Filminterpretationen

Filmräume - Leinwandträume
Psychoanalytische Filminterpretationen

Herausgegeben von Alf Gerlach und Christine Pop

Eine reiche Auswahl an cineastischen Höhepunkten - neu gesehen!

Die ersten »laufenden Bilder« der Brüder Lumière, damals noch Stummfilme, entstanden etwa zur selben Zeit wie Freuds Studien über die Hysterie. Seit dieser Zeit haben sowohl die Psychoanalyse als auch der Film unser Bild von uns selbst verändert. Sicher ist es die Nähe der Bildsprache des Films zum Unbewussten, die zum großen Erfolg des Mediums beigetragen hat.

Die vorliegende Auswahl an Filmbesprechungen vermittelt einen Eindruck von den vielfältigen Perspektiven, unter denen Psychoanalytiker filmisches Geschehen wahrnehmen und verstehen. Damit geben sie diesen Filmen eine Tiefenstruktur, die insbesondere die psychische Wirkung des Filmgeschehens auf den Zuschauer erschließt, und eröffnen einem breiten Publikum neue Sichtweisen auf Filme wie Sieben, Matrix,Gegen die Wand oder Up in the Air.

Mit Beiträgen von Claudia Bunk, Ute Fissabre, Alf Gerlach, Lisa Güllich, Isabelle Huppert, Ludwig Janus, Petra Klein, Rainer Krause, Katja Kruse, Günther Lehnert, Ulrich Moldenhauer, Christine Pop, Hanni Scheid-Gerlach, Dietmar Seel, Albrecht Stuby und Kizil Tekdemir.

Alf Gerlach, PD Dr., arbeitet als niedergelassener Psychoanalytiker in Saarbrücken. Er ist Vorsitzender des Saarländischen Instituts für Psychoanalyse und Psychotherapie und Privatdozent im Fachbereich Humanwissenschaften der Universität Kassel. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Ethnopsychoanalyse und Psychoanalyse in China. 

Christine Pop, Dipl.-Psych., arbeitet in Zweibrücken als Psychologische Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin in eigener Praxis. Sie ist Mitglied des Saarländischen Instituts für Psychoanalyse und Psychotherapie und Leiterin des Filmprojekts "Psychoanalytiker stellen Filme vor".

Buchreihe: Imago
213 Seiten, Broschiert, Format: 148 x 210 mm

Verlag: Psychosozial-Verlag
Erschienen im September 2012 
ISBN-13: 9783837922066, Bestell-Nr.: 2206

"Filmräume - Leinwandträume: Psychoanalytische Filminterpretationen" auf der Website des Psychosozial-Verlags

 Inhaltsverzeichnis, Vorwort und Leseprobe als PDF-Datei

Lesen Sie die Buchbesprechungen bei Amazon.

Rezension von Peter Scheinpflug erschienen in: Freiburger literaturpsychologische Gespräche. Jahrbuch für Literatur und Psychoanalyse, Bd. 33, Rahmenthema: »Film und Filmtheorie«, hg. von Astrid Lange- Kirchheim und Joachim Pfeiffer, Würzburg: Königshausen & Neumann 2014, S. 304-307.