5. November 2009, 20:15h: Das Bauhaus als Spielraum

von Prof. Dr. Peter Loewenberg, Los Angeles, am Donnerstag, 5. November 2009, 20.15h, im Seminarraum des SIPP.

Prof. Loewenberg ist 1933 in Hamburg geboren. Seine Eltern emigrierten mit ihm im Oktober 1933 nach Shanghai und konnten  nach der Besetzung Shanghais durch Japan weiter in die USA fliehen.

Prof. Loewenberg ist Historiker und Psychoanalytiker. Er hatte am Department of History, University of California, Los Angeles (UCLA), einen Lehrstuhl in Geschichte inne und hat v.a. mit psychoanalytischen Konzepten in diesem Feld geforscht (z.B. „Fantasy and Reality in History“, Oxford University Press, NY 1995). Er ist ein renommierter Vertreter der "Psychohistory", der Verbindung der Psychoanalyse mit bzw. der Anwendung der Psychoanalyse auf die Zeitgeschichte. Er ist Lehranalytiker der APsaA und Vorsitzender des China Committee der IPA.

In seinem Vortrag wird Prof. Loewenberg v.a. mit Hilfe von Konzepten Winnicotts die einzigartige kreative Epoche der Kulturgeschichte beleuchten, für die das Bauhaus steht.

26. August 2009, 20:15h: "Ich wollte schon immer eine Frau sein, aber sagen Sie mir nie, dass ich ein Mann war" - Ein analytischer Blick auf die Transsexualität -

Frau Dipl.-Psych. Hanni Scheid-Gerlach wird am 27. August 2009, 20.15 Uhr in den Räumen des SIPP, Bleichstrasse 14 einen Vortrag zum Erwerb des Dozentenstatus halten. 

Frau Scheid-Gerlach wird psychoanalytische Überlegungen zur Entstehung und Behandlung der Transsexualität darstellen. Anhand eines ausführlichen Behandlungsbeispieles wird sie v.a. auf Konzepte der Idealisierung und Idolisierung des weiblichen Körpers Bezug nehmen.

Alle Mitglieder und Weiterbildungskandidaten des Instituts sind sehr herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen.

24. April 2009: Psychoanalytische Situation, Psychoanalytischer Prozeß, Bemerkungen zur "Gestalt" der Psychoanalytischen Stunde

Dr. med. Michael Rotmann: "Psychoanalytischer Prozess und die Gestalt der Stunde"

Im SIPP, Bleichstraße, am Freitag, den 24.04.2009, 20:15 Uhr

"Ich setze meine Bemerkungen zum Handwerkszeug des Analytikers fort. An zwei klinischen Darstellungen, einer kürzeren und einer längeren aus einer Beendigungsphase, beschäftigt sich mein Vortrag mit meinem Verständnis der Übertragungs-Gegenübertragungs-Dynamik in psychoanalytischer Situation und Prozeß."

14. Februar 2009: Vorträge zur Krippensozialisation

Vorankündigung
Vorträge zur Krippensozialisation
am 14.02.2009

Referentinnen: Frau Dr. Bettina Reiter, Wien, und Frau Dipl.-Psych. Ann-Kathrin Scheerer, Hamburg

Schlosskeller Saarbrücken, 15:00 - 18:00 Uhr

Bettina Reiter: „Mutterliebe – Ein widersprüchlicher Zustand“
Abstrakt: Ausgehend von der bahnbrechenden Arbeit »Mutterliebe« Margarethe Hilferdings von 1911 werden Positionen in der Psychoanalyse, aber auch darüber hinaus ethologische und soziale, zum »Mothering« – der mütterlichen Funktion, dargestellt. Es werden Störfälle in der scheinbar natürlichen Funktion der Mutterliebe (Kindesbewegung, Abtreibung, Kindesmord) als Anlass für eine Untersuchung über die psychische Funktion der Liebe zum Kind erörtert und in Hinblick auf die Diskussion um »frühe Trennungen« eingeordnet.

Ann-Kathrin Scheerer: „Konfliktverleugnung und Ambivalenzen im Zusammenhang mit außerfamiliärer Betreuung in der frühen Kindheit – die Krippendiskussion“
Abstrakt: Bindung und Trennung und der Umgang mit den dazugehörigen Gefühlen sind lebenslang wichtige und konfliktreiche, wenn nicht gar die wichtigsten und konfliktreichsten, psychischen Aufgaben. Je früher dabei ein Kind die Trennung von den Eltern bewältigen muss, umso achtsamer und bewusster sollte die Gestaltung der Trennung und der Übergänge sein. In der derzeitigen Diskussion um die Krippenbetreuung, deren Emotionalität und polarisierende Atmosphäre darauf hinweist, dass frühe Trennungen und entsprechende Abwehrmechanismen in uns allen ihre Spuren hinterlassen haben, stehen arbeitsmarkt- und sozialpolitische Argumente oftmals im Vordergrund, während die Bedürfnisse der Kleinkinder zu wenig Beachtung finden. Ebenso wird der unauflösbare Konflikt zwischen Arbeits- und Elternzeit häufig verleugnet zugunsten einer angeblich selbstverständlich machbaren »Vereinbarkeit«. Für die Kinder und die Eltern-Kind-Beziehung birgt Krippenbetreuung/außerfamiliäre Betreuung in den ersten drei Lebensjahren Risiken, die mit den Worten »zu früh, zu schnell, zu lange: zu allein« angedeutet werden. Zu große Gruppen von Kindern mit zu wenig und überlastetem Betreuungspersonal – und das ist meist die Realität – sind gefährlich, denn sie können zu Erfahrungen von Objektverlust werden. »Stress in der Krippe«, wenn er, wie bei »pflegeleichten« Kindern häufig, verleugnet wird, äußert sich verzögert in psychosomatischen Symptomen, die sich chronifizieren können, und später in einer Hemmung des Affektausdrucks.   
Erfahrungen mit früher kollektiver Kinderbetreuung aus Ländern wie China, Israel oder auch der ehemaligen DDR können unser Problembewusstsein zusätzlich schärfen und der Verleugnung der Konflikte entgegenwirken.

17. Januar 2009: DPG-IPV – Struktureller Wandel mit Wiederaufnahme

Vortrag für DPG-AG, Mitglieder und Kandidaten - intern
Prof. Dr. Jürgen Körner, Berlin: „DPG-IPV – Struktureller Wandel mit Wiederaufnahme“

Samstag den 17.01.2009, 14.00 Uhr im Sipp, Bleichstrasse  14

Zum Inhalt: In den Krisen der schrittweisen Annäherung an die IPV sah sich die DPG gezwungen, sich mit ihren eigenen Überzeugungen und mit ihrer Geschichte auseinanderzusetzen. Eine Zeit lang drohte eine Spaltung als (pathologische)
Lösung der aufgetretenen Konflikte, wie sie in der Geschichte der Psychoanalyse nicht selten vorkam. Heute ist die Spaltungsgefahr überwunden, und die DPG wird die Beitrittsverhandlungen gestärkt abschließen können.

Prof. Jürgen Körner ist 1943 geboren; Studium der Psychologie, Zoologie und Sozialwissenschaften. Promoviert im Fach Sozialwissenschaften und Politik an der Universität Göttingen.
Habilitation für das Fach Psychologie und Psychoanalyse.
Ehemaliger Vorsitzender der DPG von 1995 – 2001.
Seit 1987 Professor für Sozialpädagogik an der Freien Universität Berlin.