Vorträge und Veranstaltungen 2011

Freitag, 14. Januar 2011: Die Aktualität der Triebtheorie – Vom Objekt zum Subjekt des Triebs. Vortrag mit Diskussion, Dr. H. Müller-Pozzi, Zürich

Sonntag, 16.1.2011: Filmbesprechung "Das Parfum", Dr. L Janus, Filmhaus

Dienstag, 10 Mai 2011 (Änderung! Termin war angelegt auf Mittwoch, 6. April 2011): Vortrag und Diskussion zu „School-Shooting“, Prof. Dr. M. Elzer, in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für präventives Handeln

Amok in der Schule

Psychodynamik und Prävention

Dienstag, 10. Mai 2011, von 16:00 – 19:00 Uhr
in der Stadthalle St. Ingbert.

Das Saarländische Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie (SIPP), das Landesinstitut für Präventives Handeln (LPH) und die Initiative der Saarländischen Landesregierung „wir im Verein mit dir“ (wiVmd),  laden herzlich ein zu einer gemeinsamen Veranstaltung zum Thema „Amok in der Schule“.

16:00h: PD Dr. med. Alf Gerlach, SIPP
Eröffnung

16:10h: Prof. Dr. Matthias Elzer, Fachhochschule Fulda
Vortrag mit Diskussion: Überlegungen zum Phänomen Amoklauf an Schulen aus psychoanalytischer Sicht

17:20h: Kaffeepause

17:40h: Robert Erb, LPH
Beitrag mit Diskussion: Hinsehen und Handeln – Qualifizierungsangebote des Landesinstituts für Präventives Handeln

18:30h: Verabschiedung

Der Eintritt ist frei. Wir bitten um vorherige Anmeldung per Telefon oder Email unter SIPP, Bleichstr. 14, 66111 Saarbrücken, Tel. 0681-390 4945,
E-Mail: psychoanalyse@sipp.de

Die Referenten

Matthias Elzer, Prof. Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker (DPV/IPA), Gruppenanalytiker (DAGG), Balint-Gruppenleiter. Professor für Sozialpsychiatrie, Psychotherapie, Beratung an der Hochschule Fulda und in eigener Praxis in Hofheim/Ts.

Aus dem Vortrag: „Die Hypothese dieses Beitrags ist, dass die Schulamokläufer der letzten 15 Jahre im Kern Suizid begehen und diesen als Amok inszenieren. Die Autoaggression des Suizids wird mit einer Alloaggression (Destruktion gegen andere) verbunden. Selbsthass wird mit Hass auf andere Menschen, von denen sie sich narzisstisch schwer gekränkt fühlen, kombiniert im Sinne eines „erweiterten Suizids“. Im Vordergrund steht die Entscheidung der Selbsttötung und die „Mitnahme“ anderer Menschen in den Tod. Im Gegensatz zum „stillen Suizid“ eines depressiven Adoleszenten wird bei der Amoktat das eigene entwertete Selbst grandios aufgewertet. Der „Kleinheitswahn“ in der Depression wird durch den „Größenwahn“ des Amoklaufs narzisstisch kompensiert. Neben der depressiven Symptomatik ist bei den jugendlichen Tätern von einer schweren narzisstischen Persönlichkeitsstörung auszugehen, wie sie von der Psychoanalyse (z. B. bei Kernberg, 1997) beschrieben wird.“

Robert Erb, Erziehungswissenschaftler, M.A., Sonderpädagoge, Anti-Aggressivitäts-Trainer, Mitarbeiter des Landesinstituts für Präventives Handeln (LPH) im Fachbereich Pädagogische Prävention, Mitglied im Referenten-Team zum Thema Schulung von Kriseninterventions-Teams an  saarländischen Schulen.

29. Juni 2011, 20:00h: Psychoanalytische Fallvorstellung mit Diskussion im SIPP: "In Deutschland ist es schlimm - und im Saarland ist es am schlimmsten."
Referentin: Dipl.-Psych. Stefanie Jost, Illingen. Eine Veranstaltung für Studierende der Universität des Saarlandes. Die Referentin wird über den Fall und über die Behandlungstechnik berichten. Anschließend ist Gelegenheit zum Diskutieren.

Vortragsabend im SIPP am Freitag, 16. September 2011, 20:00h: Frau Prof. Dr. S. de Mijolla-Mellor, Paris: "The given death: psychoanalytical thoughts about murder and war." Sophie de Mijolla-Mellor lehrt  Psychopathologie und Psychanalyse an der Universität Paris VII und ist Direktorin der „Ecole doctorale Recherches en psychanalyse". Sie ist Psychoanalytikerin, Autorin zahlreicher Bücher und Mitherausgeberin der „Revues Topique et Recherches en psychanalyse“. Überlegungen aus ihrem neuesten Buch, „La mort donnée - Essai de psychanalyse sur le meurtre et la guerre“, wird sie am 16.9. in ihrem Vortrag vorstellen. Dabei wird sie insbesondere auf Omnipotenzphantasien eingehen, die mit Gewalt und Grausamkeit verknüpft sind. Frau Mijolla-Mellor wird englisch sprechen. Zur besseren Verstehbarkeit werden wir den Text auf eine Leinwand projizieren, so dass Sie mitlesen können. Für die Diskussion ist eine Übersetzung vorgesehen. Wir freuen uns, wenn wir Sie zu dieser besonderen Veranstaltung begrüßen können.

"The given death"
Vortrag von Frau Prof. Sophie Mijolla-Mellor, Paris, im Seminarraum des SIPP
06.09.2011, 20:00h

Samstag, 5.11.2011, 11.00 Uhr
Sinnbild der Männlichkeit – Gedanken über den Vater

Qualifizierender Vortrag zur Tätigkeit als Supervisor in der AKJP-Ausbildung von Herrn Dipl.-Päd. Ralph Wolffs
Ort: SIPP-Seminarraum
Qualifizierender Vortrag

"No memory - no desire. Klein und Bion - eine kleine Einführung."
02.12.2011, 20:00 Uhr, im SIPP
Referentin: Frau Dipl.-Psych. Ute Fissabre.
Eine Veranstaltung für Studierende der Universität des Saarlandes mit der  Gelegenheit zur Diskussion.
Literaturhinweis
: Fissabre U (2011). Die Kontrollanalyse. Ein Lern-Lehr-Bündnis mit emotionalen Fallstricken. In: Springer A, Janta B & Münch K (eds) Angst. Gießen: Psychosozial-Verl., 301-313.