SIPP-Veranstaltungen im Sommersemester 2016

Semesterbeginn: 11. April 2016

Semesterferien Sommer: 18. Juli bis 27. Aug. 2016

Semesterferien Herbst: 10. bis 22. Okt. 2016

Semesterende: 7. Okt. 2016

Beginn des Wintersemesters: 24. Okt. 2016

Soweit nicht anders vermerkt, finden alle Veranstaltungen in den Institutsräumen, Bleichstraße 14,66111 Saarbrücken, statt.

Veranstaltungsprogramm Sommersemester 2016 als PDF-Datei

Bitte beachten Sie, dass Anmeldungen für eine Lehrveranstaltung rechtzeitig und verbindlich sowohl direkt beim Seminarleiter (per E-Mail) als auch im Sekretariat (Kopie der E-Mail) erfolgen müssen, damit eine Übersicht, bessere Planung sowie eine leichtere Verteilung der Literatur erfolgen können.

Übersicht

Seminarangebot für Studenten der Psychologie

Zepf, J.: Die Pferdephobie des ‚Kleinen Hans‘ – was ist ein neurotischer Konflikt und wie entsteht ein neurotisches Syndrom?

Freitag, 18.00 – 19.30 Uhr
Termine: 27.5., 3.6., 10.6.2016
Ort: Seminarraum des SIPP, Bleichstraße 14, 66111 Saarbrücken


Die psychoanalytische Behandlung des ‚kleinen Hans‘, der Sohn eines Freundes und Anhängers von Freud, war die erste gründlich dokumentierte Kinderanalyse der damaligen Zeit und ist in die Geschichte der Kinder- und Erwachsenenanalyse eingegangen. Der Vater des Kindes, Max Graf, führte sie unter der Supervision Freuds durch. Freud nutzte die Dokumentation der Behandlung, um seine Hypothesen über die kindliche Sexualität zu illustrieren, die er 1905 unter dem Titel ‚Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie‘ veröffentlicht hatte. Seine Deutungen der Pferdephobie Hansens eignen sich heute noch zur Darstellung der Entstehung eines unbewussten Konflikts und dessen kompromisshafter ‚Lösung‘ durch Symptombildung.
Im Seminar werden anhand einer komprimierten Darstellung von Freuds ‚Analyse der Phobie eines fünfjährigen Knaben‘ beispielhaft die wesentlichen Aspekte eines unbewussten Konflikts und dessen Lösungsversuch durch Symptombildung erläutert. Im Anschluss wird diskutiert, wie Hansens Pferdephobie heutzutage von analytischen Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten untersucht und psychodynamisch konzipiert werden kann.

Das Seminar ist für Studenten kostenlos.

DozentInnen des Instituts: Erstinterviewseminar (B.1)

In diesem Seminar sollen fünf der insgesamt zwanzig von den AusbildungsteilnehmerInnen zu erbringenden Erstgespräche vorgestellt werden. Zu jedem Termin steht ein/e mit Zweitsichten beauftragte/r DozentIn zur Verfügung. Voraussetzung für die Teilnahme ist in der Regel die begonnene Lehranalyse. Eigene Erstinterviews können erst nach Absolvierung der Einführungsveranstaltung in die Erstinterviewtechnik durchgeführt werden. Der Erstgesprächsbericht soll jeweils spätestens eine Woche vor Besprechung im Seminar dem/der DozentIn und den TeilnehmerInnen vorliegen.

Termin DozentIn
April
07.04. Semesterferien
14.04. DPG Arbeitsgruppe, 20.30 h
21.04. -
28.04. Frau Scheid-Gerlach, 20.00 h
Mai
05.05. Feiertag
12.05. Frau Scheid-Gerlach, 20.00 h
19.05. Frau Scheid-Gerlach, 20.00 h
26.05. Feiertag
Juni
02.06. H. Prof. Zepf, 20.00 h
09.06. H. Prof. Zepf, 20.00 h
16.06. H. Dr. Gerlach, 20.00 h
23.06. H. Dr. Gerlach, 20.00 h
30.06. H. Moldenhauer, 20.15 h
Juli
07.07. H. Moldenhauer, 20.15 h
14.07. DPG Arbeitsgruppe, 20.30 h
21.07. Semesterferien
28.07. Semesterferien
August
04.08. Semesterferien
11.08. Semesterferien
18.08. Semesterferien
25.08. Semesterferien
September
01.09. Frau Fissabre, 20.00 h
08.09. -
15.09. H. Prof. Krause, 20.00 h
22.09. H. Prof. Krause, 20.00 h
29.09. Frau Fissabre, 20.00 h
Oktober
06.10. DPG Arbeitsgruppe, 20.30 h
13.10. Semesterferien
20.10. Semesterferien

* Herr Moldenhauer und Herr Prof. Zepf bitten um frühzeitige Anmeldung (mind. 14 Tage vorher).
Vorherige Anmeldung im Sekretariat erwünscht.

Anstadt, T.: Traumwerkstatt (B3, IPV-Seminar)

Termine: einmal im Monat nach Absprache

Wir wollen uns zu jedem Termin mit einem Traum aus einer laufenden psychoanalytischen oder psycho-therapeutischen Behandlung beschäftigen. Dabei gehen wir wie in den Traumseminaren von Morgenthaler zunächst nur vom manifesten Traum aus und versuchen, ohne weitere Infor- mationen über formale und strukturelle Merkmale einen Zugang zu seinen Inhalten zu finden.

Inzwischen hat sich eine feste Gruppe gebildet. Besondere Vorkenntnisse sind nicht nötig. Wenn jemand hinzukommen möchte, so möge er zuvor mit dem Seminarleiter Kontakt aufnehmen.

Fabregat, M.: Winnicott (B2*, B3*, B2, B3)

Samstag, 9.00 - 13.00 Uhr
Termine: 17.9. und 1.10.2016


Aus der Kinderanalyse und Objektbeziehungstheorie stammen wichtige Konzepte, die weitere Entwicklungen des psychoanalytischen Denkens und der Behandlungstechnik ermöglicht haben. Im Seminar werden Texte von Winnicott gelesen, die Grundbegriffe und sein Denken über dieEntwicklung der Psyche vorstellen. Wir werden uns vor allem um das Übergangsobjekt, Übergangsraum und die Spiegelrolle der Mutter und der Familie für den Aufbau des Selbst kümmern. Am Schluss werden wir eine klinische Vignette bearbeiten, die zeigt, wie Winnicott mit seinen Patienten gearbeitet hat.

Das Seminar soll über zwei Samstagen stattfinden. Ich bitte alle TeilnehmerInnen, die angegebene Literatur vor dem jeweiligen Seminartermin zu lesen. Nach der Anmeldung werden die Artikel per Internet zugeschickt.

Eine persönliche Anmeldung bei der Seminarleiterin ist erwünscht.


Literatur:

Fissabre, U.: Einführung in das Konzept der ‚toten Mutter‘ von André Green (A2.1, B3, B6, A2*, IPV-Seminar)

Samstag, 10.00 - 12.15 Uhr
Termine: 18.6., 25.6., 2.7.2016


André Green, französischer Psychoanalytiker, entwickelte in seinem Buch ‚Die tote Mutter: Psychoanalytische Studien zu Lebensnarzissmus und Todesnarzissmus‘ u.a. das Konzept der ‚toten Mutter‘.Dieses beschreibt nicht den realen Tod einer Mutter, sondern die Erfahrungen eines Kindes mit einer innerlich abwesenden, depressiv zurückgezogenen Mutter. Zur Veran-schaulichung der aus dieser psychischen Konstellation resultierenden psychischen Defizite des Kindes spricht Green von den ‚psychischen Löchern‘ einer ‚weißen Depression‘ als Symbol des Zustands der Leere.
In diesem Seminar wollen wir ein erstes Verständnis der Narzissmus-Theorien von Green entwickeln und uns mit möglichen Auswirkungen dieser Kindheitserfahrungen auf die klinische Behandlungspraxis beschäftigen, wie sie z.B. im Artikel von Frau Kreuzer-Haustein deutlich werden. Nachfolgend zu den bisherigen beiden Seminaren über die Post-Kleinianer und ihre Konzepte in Bezug auf die Behandlung schwerer Persönlichkeitsstörungen sollen auch hier Theorien an die Hand gegeben werden, die helfen können, schwierige Zustände in Übertragung und Gegen-übertragung besser zu mentalisieren und handzuhaben.

Zugrunde liegende Literatur, aus der ich einzelne Artikel als Kopien zur Verfügung stelle:

Gerlach, A. unter Mitarbeit von Lehnert, P.: Der innere und äußere Rahmen hochfrequenter psychoanalytischer Behandlung (B1, B2, IPV-Seminar)

Montag, 20.00 – 21.30 Uhr
Termine: 11.4., 18.4., 2.5., 9.5., 20.6., 27.6., 4.7., 11.7.2016


Das Seminar bietet eine Einführung in das Verständnis des psychoanalytischen Prozesses, das der Wahl eines hochfrequenten Settings zugrunde liegt. Dies wird zunächst an drei Beispielen hochfrequenter Behandlungen nachvollzogen. Dann werden die äußeren Rahmenbedingungen für die Vereinbarungen mit Patienten dargestellt und diskutiert (z.B. Indikationsstellung, Vereinbarung, Frequenzvereinbarung, Regelung von Bezahlung und Stundenausfall, Dauer der Behandlung). Schließlich werden Konzeptualisierungen der analytischen Situation und des analytischen Prozesses in der hochfrequenten Psychoanalyse gesichtet. Dazu werden die angegebenen Texte von allen Teilnehmern gelesen und in den Seminarsitzungen diskutiert.

Literatur:

Klein, P. / Huppert, I. / Lehnert, P.: Praxisgründung – Möglichkeiten und Fallstricke (A11)

Mittwoch, 20.00 – 21.30 Uhr
Termine: 14.9. und 21.9.2016


Die Referentinnen erläutern anhand ihrer eigenen Erfahrungen die Möglichkeit einer Praxiseröffnung und –führung ohne Kassenzulassung. dabei geht es insbesondere um die Berücksichtigung der unterschiedlichen Antragsverfahren bei privat Versicherten / Beihilfe Berechtigten, um die Auswirkung der Stundenkontingente auf die Behandlungsmöglichkeiten und die möglichen Veränderungen, insbesondere des analytischen Settings bei der Durchführung der Therapien.
Anhand der Vorschriften verschiedener Beihilfestellen (z.B. Post, Bahn, Bundeswehr) sollen zudem Probleme in der Finanzierung der Therapien besprochen und erläutert werden. Bei Bedarf können die Referentinnen auch über ihre Erfahrungen bei dem Versuch, eine Kassenzulassung zu erlangen, berichten und die derzeitige Gesetzeslage erläutern.

Maas, H.: Einführung in die OPD – 2 (A4)

Mittwoch, 20.15 – 21.45 Uhr
Termine: 31.8., 7.9., 28.9., 5.10.2016


Das Seminar soll in die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik einführen. Im ersten Termin werden die Referate vergeben und die Grundzüge der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik vorgestellt. Diese werden an den folgenden Terminen anhand der Referate tiefergehend besprochen.
Das Seminar ist für zwei Semester konzipiert. Im ersten Semester werden Grundlagen erarbeitet. Im zweiten Semester soll es zur Anwendung des Gelernten kommen. Mittels videografierten Erstgesprächen soll das Gelernte im kommenden Semester angewandt werden.

Die OPD ist ein multiaxiales System und basiert auf den Achsen Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen (I), Beziehung (II), Konflikt (III). Struktur (IV) sowie psychische und psychosomatische Störungen nach ICD-10. Nach einem Erstgespräch kann der Kliniker die Psychodynamik des Patienten anhand der OPD evaluieren und Ableitungen für die Therapieplanung treffen. Die OPD ist überwiegend psychoanalytischer Provenienz und nützt auch bei der Antragstellung, vor allem in puncto tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie.

Literatur:

Moldenhauer, U.: Praxis der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie II (B2, B6, B2*, B3*)

Mittwoch, 20.30 – 22.00 Uhr
Termine: 1.6., 15.6., 22.6., 29.6., 5.7., 13.7.2016


Nachdem wir uns im ersten Teil des Seminars mit Grundlagentexten befasst haben, werden wir in diesem Semester behandlungstechnische Probleme (z.B. Übertragung – Gegenübertragung, Regression, interaktionelle Fokussierung, störungsspezifische Aspekte usw. ) der (zeitbegrenzten) tiefenpsychologischen Herangehensweise besprechen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind herzlich eingeladen, Beispiele aus ihrer eigenen Praxis einzubringen.

Zur Einleitung wird der Text ‚Psychodynamische Interventionen‘ von R. Krause empfohlen, den ich Ihnen nach erfolgter Anmeldung gerne zuschicke.

Weitere Literatur wird am ersten Abend vergeben.

Pop, Chr.: Psychoanalytische Filmbesprechungen (A1)

Termin: nach Absprache

Das Seminar wird auf Nachfrage angeboten. Die InteressentInnen möchten sich per Mail bitte direkt an Frau Pop wenden.

Anmeldung bitte bis zum 15.4.2016.

Wolffs, R.: Zwei Seiten einer Medaille – Freie Assoziation und Abstinenz in der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, Teil IV (B2*, B3*)

Mittwoch, 18.30 Uhr
Termin: 27.4.2016


Seminar aus dem Wintersemester 2015/16
Weitere Seminartermine werden mit den Teilnehmern direkt vereinbart.

Interessenten wollen sich bitte im Sekretariat anmelden.

Klinische Seminare für AKJP Kandidaten nach Bedarf und Anmeldung

Kasuistisch-technisches Seminar (B3)Erstuntersuchungen in der Psychotherapie (A.5, A.6, B.1)
WolffsWolffs
ZepfZepf

Zepf, S, Seel, D.: Würden sich kleine Kinder für ihre Betreuung Kitas ausdenken? (A1, A1*, A11, A11*, IPV-Seminar)

Mittwoch, 20.00 – 21.30 Uhr (s.t.)
Termine: 4.5., 11.5., 18.5.2016


Der Widerspruch zwischen der empirischen Befundlage und der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vertretenen Ansicht, dass eine frühe Betreuung der Kinder in Kindertagesstätten die Beziehung von Mutter und Kind nicht beeinträchtigt und die Kinder unbeschadet in ihre Zukunft entlässt,, wird zum Anlass genommen, um über die gesellschaftliche Funktionalität der frühkindlichen Sozialisation in Kindertagesstätten nachzudenken.

Eine Teilnahme setzt eine verbindliche Anmeldung bis zum 20.4.2016 voraus
(Email: s.zepf@rz.uni-sb.de).

Veranstaltungen für TeilnehmerInnen nach dem Literaturkolloquium

Lehranalytiker des Instituts - Kasuistisch-Technisches Seminar (B.3)

Termin DozentIn
April
07.04. Semesterferien
14.04. DPG Arbeitsgruppe, 20.30 h
21.04. H. Prof. Krause, 20.00 h
28.04. H. Prof. Krause, 20.00 h
Mai
05.05. Feiertag
12.05. H. Prof. Zepf, 20.00 h
19.05. H. Prof. Zepf, 20.00 h
26.05. Feiertag
Juni
02.06. H. Prof. Krause, 20.00 h
09.06. H. Moldenhauer, 20.15 h
16.06. H. Moldenhauer, 20.15 h
23.06. H. Modenhauer, 20.15 h
30.06. ---------
Juli
07.07.
14.07. DPG Arbeitsgruppe, 20.30 h
21.07. Semesterferien
28.07. Semesterferien
August
04.08. Semesterferien
11.08. Semesterferien
18.08. Semesterferien
25.08. Semesterferien
September
01.09. H. Dr. Gerlach, 20.00 h
08.09. H. Dr. Gerlach, 20.00 h
15.09.
22.09.
29.09.
Oktober
06.10. DPG Arbeitsgruppe, 20.30 h
13.10. Semesterferien
20.10. Semesterferien

* Herr Moldenhauer und Herr Prof. Zepf bitten um frühzeitige Anmeldung (mind. 14 Tage vorher)
Vorherige Anmeldung im Sekretariat des SIPP erwünscht!

Seminare für Mitglieder

Gerlach A., Krause R., Zepf S.: Wissenschaftliches Arbeiten

Ort und Zeit nach Vereinbarung

In diesem Seminar können Ideen und deren Ausarbeitung zu wissenschaftlichen Arbeiten vorgestellt werden, die zu einem Vortrag vor den Mitgliedern des Instituts und zu einer Publikation führen.

"Mitglieder stellen vor"

Termine: nach Vereinbarung
Uhrzeit: nach Vereinbarung

Mitglieder des Instituts stellen vor interessierten AusbildungskandidatInnen und Mitgliedern eine Kasuistik vor, um in kollegialer Atmosphäre Aspekte der Struktur der Behandlungstechnik gemeinsam zu erörtern. Interessierte melden sich bitte bei Frau Dipl.-Psych. Chr. Pop (c.pop@gmx.de), die die Organisation dieser Veranstaltung übernimmt.

Jour fixe der DPG-Arbeitsgruppe

In der Regel jeden ersten Donnerstag im ersten Monat des Quartals um 20:30 Uhr im SIPP.